Buchhändlerin-Tipp

Julie Sawallisch aus der Buchhandlung Stadtlichter in Berlin empfiehlt: Das Feuer vergessen wir nicht von Sarah Jäger

In diesem Jugendroman geht es um die lebensfrohe Ari, die den wortkargen Flint in einem Seniorenheim kennenlernt. Dort liest sie alten Menschen vor, und Flint leistet Sozialstunden. Während Flint sich mit Schuldgefühlen und Selbstzweifeln quält, stellt sich Ari existenzielle Fragen über Leben und Tod. Wofür sind wir da? Was bleibt von uns übrig? Fragen, mit denen man auch im Erwachsenenalter hantiert und dieses Buch zu einem wahren Juwel der Jugendliteratur macht.

Ausgezeichnet mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis LUCHS

Das Feuer vergessen wir nicht
Über die Bedeutung des geschriebenen Wortes - der neue Roman von Sarah Jäger  'Es geht um alles, einfach alles. Wie wir leben, was wir machen.' Ich hole tief Luft. 'Weil wir nicht allein unterm Sternenhimmel liegen. Verstehst du?' Sie begegnen sich zum ersten Mal im Zimmer eines Pflegeheims.
Ari liest alten Menschen Geschichten vor. Flint ist aus anderen Gründen hier.
Schnell kommen sie sich näher. Sie spüren, dass sie etwas verbindet. Und vieles trennt.
Ari lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester in einem  Mehrfamilienhaus, in dem auch ihre Lieblingsmenschen Mirjam und Milan wohnen. Flint hingegen scheint vollkommen allein zu sein. Als Ari von einer Heimbewohnerin etwas über den Streik von Streichholzarbeiterinnen im Jahr 1888 erfährt, lässt sie die Frage nicht los, welche Bedeutung ihr eigenes Leben für andere Menschen haben könnte. Während sie sich fragt, ob in 100 Jahren noch etwas von ihr bleibt, ist Flint davon überzeugt, dass es für niemanden eine Zukunft gibt. Doch dann geschieht ein Unglück, das alle Überzeugungen auf die Probe stellt und deutlich macht, wie schnell alles zu Ende sein kann... Ein berührender Jugendroman darüber, dass man der Welt nicht allein und hilflos gegenübersteht. Für Leser*innen von Nils Mohl und John Green.