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	<title>schöner lesen</title>
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	<description>Rezensionen und Buchempfehlungen. Die Bücher, die wir lieben ...</description>
	<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 15:08:58 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Corpus Delicti. Ein Prozess - Juli Zeh (2009)</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 14:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Science Fiction]]></category>

		<category><![CDATA[Neueste Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Juli Zeh, das ist doch diese Literatin, die neulich zusammen mit der Befindlichkeitspopband Slut durch die Gegend tourte, und ein etwas mythisches Plakat zierte die Straßenlaternen von Darmstadt. So so, eine Literatin mit Band.
Ganz ehrlich, ich hatte Juli Zeh nicht auf der Liste, der Autorinnen, die ich als nächstes mal austesten würde. Aber Robin hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/25/25550/25550288z.jpg" style="float: right" width="120" />Juli Zeh, das ist doch diese Literatin, die neulich zusammen mit der Befindlichkeitspopband Slut durch die Gegend tourte, und ein etwas mythisches Plakat zierte die Straßenlaternen von Darmstadt. So so, eine Literatin mit Band.</p>
<p>Ganz ehrlich, ich hatte Juli Zeh nicht auf der Liste, der Autorinnen, die ich als nächstes mal austesten würde. Aber Robin hat mich da eines besseren belehrt und mehrfach von ihr geschwärmt. Der Roman Corpus Delicti sei außerdem ein Kontrapunkt zur aktuellen Überwachungsstaat-Debatte und noch dazu ein Science Fiction.</p>
<p>Also gut. Corpus Delicti handelt von einer Diktatur in der fernen Zukunft, die die Gesundheit des Volkes zum absoluten gesellschaftlichen Wert erhoben hat. Nichts ungesundes ist erlaubt, der gläserne Mensch gibt täglich seine Blutwerte ab, bei Verstößen kommt man vor Gericht, das in höchsten Maße sozial, aber umerzieherisch gebiert. Dort wird argumentieren ein Vertreter des Allgemeinwohls und ein Vertreter des persönlichen Wohls, was zu tun sei, als eine junge Frau Mia Holl ihre Blutwerte eben nicht abgibt.</p>
<p>Das tut die erfolgreiche Biologin und Angängerin der Staatsphilosophie - genannt &#8220;die Methode&#8221; - deshalb nicht, weil sie in höchstem Maße verwirrt ist, nachdem ihr Bruder umkam. Ihr Bruder war die einzige wirkliche Bezugsperson und der einzige Freiheitsliebende Mensch den sie kannte. Er genoß auch das ungesunde Leben so gut wie es eben ging und starb im Gefängnis. Es wurde ihm ein Mord vorgeworfen, doch er beteuerte seine Unschuld mit Vehemenz. Diese Vehemenz war es, die das Volk gruselte. Obwohl er zweifelsfrei als Täter überführt werden konnte und trotz aller Beweise, gestand er keine Schuld ein. Sollte &#8220;die Methode&#8221; etwa doch Fehler machen können?</p>
<p>Juli Zeh beschreibt zunächst etwas gewollt verwirrend und esoterisch, wie Mia Holl in ein Verfahren gerät, derer Sie erst spät bewusst und Herr wird. Und in dem sie doch nur die Verliererin sein kann. Mich erinnerte der Schreibstil sehr an Doris Lessing, die hier auch iodeologisch durchaus Pate gestanden haben dürfte. Und auch wenn ich nicht glaube, dass in diesem Buch die antworten auf die aktuellen Überwachungsdebatten zu finden sind, ist dies doch ein bemerkenswerter Versuch, diesen Aspekt mit dem Schönheits- und Gesundheitswahn dieser Zeit zu Ende zu denken. Ein Staat der das (gesundheitliche) Wohl aller Menschen als Legitimation nutzt, braucht keine andere (z.B. demokratische) Legitimation. Oder doch?</p>
<p>Dieses Buch ist <!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" width="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=25550288"> als Hardcover bei Schöffling für 19,90€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		<title>Auf der Borderline nachts um halb eins - Joachim Lottmann (2007)</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/titel-autor-2/</link>
		<comments>http://www.schoenerlesen.de/titel-autor-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 14:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

		<category><![CDATA[Pop-Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Wühltisch in einer modernen Antiquariat in Köln gefunden habe ich dieses Buch mit dem vom Autor und &#8220;Journalisten&#8221; Joachim Lottmann gegebenen Untertitel Mein Leben als Deutschlandreporter. Natürlich aus dem ebenfalls Kölner Kiepenheuer &#38; Witsch Verlag, der sich ja in jüngster Vergangenheit neben dem Image als Heinrich-Böll-Verlag unter anderem als Popliteraturverlag profiliert hat.
So war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/22/22823/22823684z.jpg" style="float: right" width="120" />Auf dem Wühltisch in einer modernen Antiquariat in Köln gefunden habe ich dieses Buch mit dem vom Autor und &#8220;Journalisten&#8221; Joachim Lottmann gegebenen Untertitel <em>Mein Leben als Deutschlandreporter</em>. Natürlich aus dem ebenfalls Kölner Kiepenheuer &amp; Witsch Verlag, der sich ja in jüngster Vergangenheit neben dem Image als Heinrich-Böll-Verlag unter anderem als Popliteraturverlag profiliert hat.</p>
<p>So war ich dann doch gespannt auf den Pop-Journalismus. Und tatsächlich - anders als das Buch eines finnischen Autors, das sich hauptsächlich um Bier drehte und mein Fundstück des Wühltischs nebenan war - ist der Schreibstil und die Thematik von Joachim Lottmann Popliteratur UND irgendwie auch Journalismus. Journalismus schon allein deswegen, weil die abgedruckten kurzen &#8220;Erzählungen&#8221; jeweils Auftragsarbeiten für Tageszeitungen oder Journals waren. Was er schreibt, ist aber in höchstem Maße subjektiv und er nutzt - im Gegensatz zu den meisten anderen Pop-Autoren - vor allem das Stilmittel der positiven Übertreibung. So wird das übliche ästhetische Lästern in sein Gegenteil verkehrt.</p>
<blockquote><p>Die unnahbar schöne [Sarah] Wagenknecht dagegen trägt ein perfektes, akkurates, steingrau-stählernes Kostüm mit mattsilbernen Knöpfen, als wäre sie die Allibifrau im Vorstand der Deutschen Bank<br />
Passend dazu die ebenfalls steingrauen Nylons, von denen der linke iene verräterisch wirkende Laufmasche aufweist, die man einfach verfolgen muß bis in den hochsitzenden Rock hinein: Was für herrlich schlanke Beine sie doch hat und wie knapp der Rock sitzt - ohne Laufmasche wäre einem das gar nicht aufgefallen.<br />
Und die makellosen Knie. Aber das Inhaltliche ist wichtiger, vor allem ihr.</p></blockquote>
<p>Das auch positive Übertreibung entlarvend sein kann, kommt einem immer wieder in den Sinn. Und auch, dass man Dichtung und Wahrheit nicht so genau trennen kann. Zum Beispiel wenn sich Lottmann in Karlsbad als Graf Lottmann in edler Gesellschaft quasi im Auftrag des Spiegels an die adlige Damenwelt heranmacht.</p>
<p>Dieses Buch bei <!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" width="1" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=22823684">Kiepenheuer &amp; Witsch als Taschenbuch für 9,95€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		<title>Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann (2005)</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 14:48:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Neueste Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun habe ich den absoluten Bestseller-Roman doch noch gelesen. Ich hatte es mir ja immer vorgenommen und im November hat sich jemand ich anlässlich meines Geburtstages erbarmt mir das Buch zu schenken auch auf das - zugegeben - recht hohe Risiko hin, dass ich es schon gelsen hatte. In 2 Wochen habe ich mich durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/22/22614/22614405z.jpg" style="float: right" width="120" />Nun habe ich den absoluten Bestseller-Roman doch noch gelesen. Ich hatte es mir ja immer vorgenommen und im November hat sich jemand ich anlässlich meines Geburtstages erbarmt mir das Buch zu schenken auch auf das - zugegeben - recht hohe Risiko hin, dass ich es schon gelsen hatte. In 2 Wochen habe ich mich durch das Buch gewühlt und mich sehr wohl dabei gefühlt. Vielleicht etwas zu wohl? Die etwas sperrige Wortwahl und der (hypotaktische) Satzbau haben irritiert aber nicht gestört. Der Disharmonie der Akteure und Handlungsorte harmonierte. Und am Ende mischte sich unter das Gefühl gut unterhalten worden zu sein ein bisschen eine gewisse Belanglosigkeit.</p>
<p>Doch nochmal zurück. Daniel Kehlmann beschreibt eine Doppelbiographie zweier deutscher Naturforscher und Geographen, die zeitgleich lebten und wirkten - Carl Friedrich Gauß (1777–1855) und Alexander von Humboldt (1769–1859). Beide gingen ihre Naturforschungen aus den verschiedensten Gründen an. Einer aus gut bürgerlicher Familie der andere ein Wunderkind aus dem Arbeitermilieu. Der eine polyglott, reise- und abenteuerlustig, der andere sesshaft, stet und Reisestrapazen schon früh überdrüssig. Einer vermisst die Welt voller Lust und Tatendrang der andere muss dazu genötigt werden.</p>
<blockquote><p>Im September 1828 verließ der größte Mathematiker des Landes zum erstenmal seit Jahren seine Heimatstadt, um am Deutschen Naturforscherkongreß in Berlin teilzunehmen. Selbstverständlich wollte er nicht dorthin. Monatelang hatte er sich geweigert, aber Alexander von Humboldt war hartnäckig geblieben, bis er in einem schwachen Moment und in der Hoffnung, der Tag käme nie, zugesagt hatte.</p></blockquote>
<p>So verschieden und doch so ähnlich sind sie sich wiederum. So welt- und menschenfremd. Keine menschlichen Kontakte funktionieren, Gefühle können nur gespielt, nicht aber gefühlt werden.Aber was bleibt von diesem Roman, der mich zunächst etwas ratlos zurückgelassen hat?</p>
<p>Ich habe mir jetzt einige Wochen Zeit gelassen für die Rezension und sehe vor allem Faszinosa (wenn man das so schreibt). Zunächst das Altern zweier Kauze oder Savants oder wie auch immer, die sich in ihrer späten Jugend zu wissenschaftlichen und abenteuerlichen Höchstleistungen begeben um danach subjektiv nur noch abzubauen. Und dann ist das Buch noch eines über das Deutschsein. Während Humboldt in der neuen Welt auf Gabriel Maria Marquez&#8217; Macondo trifft und sich daraus eine erzählerische Melange eines deutschem magischen Realismus entsteht, agiert Gauß hilflos in einem deutschen Vaterland zwischen Napoleon, Hannover und Preußen - zwischen Kleinstaaterei und Großmachtsanspruch. Das ist natürlich schon spannend zu beobachten.</p>
<p>Dieses Buch ist in der<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" width="1" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=22614405">als Taschenbuch bei Rowohlt für 9,95€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		<title>Grundlagen Marketing (Pocket Business) - Hans-Dieter Zollondz</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/grundlagen-marketing-pocket-business-hans-dieter-zollondz/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2008 12:50:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Fachbücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles, was man über Marketing wissen muss, auf nur 127 kleinformatigen DinA6-Seiten. Das ist gewagt. Aber was sollte ich machen? Nach einigen Monaten reichlich erfolgloser Jobsuche als Sachbuch-Lektor oder in der politischen Bildung hatte ich mich gerade gegen eine Festanstellung als Fach-Redakteurfür Systemgastronomie-Themen und für ein Praktikum im Online-Marketing entschieden. Da brauchte es etwas, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/23/23314/23314383z.jpg" style="float: right" width="120" />Alles, was man über Marketing wissen muss, auf nur 127 kleinformatigen DinA6-Seiten. Das ist gewagt. Aber was sollte ich machen? Nach einigen Monaten reichlich erfolgloser Jobsuche als Sachbuch-Lektor oder in der politischen Bildung hatte ich mich gerade gegen eine Festanstellung als Fach-Redakteurfür Systemgastronomie-Themen und für ein Praktikum im Online-Marketing entschieden. Da brauchte es etwas, dass einem übers Wochenende hilft all das zu lernen, was die BWLer in ihrer Lehre auch beigebracht bekommen.</p>
<p>127 kleinformatige DinA6-Seiten schienen mir ein angemessener Umfang für dieses Unterfangen. Und Tatsache: Marketing ist nicht schwer und das spannendste ist sogar fast nur die Geschichte des Marketings an sich. Alles andere ist - meiner Erfahrung nach - operativ oder pragmatische Analytik. Da braucht es kein Buch, sondern (mathematisch-logische) Kreativität. Für alles andere reicht dieses kleine Büchelein.</p>
<p>Spannend zum Beispiel das Kapitel über das Marketingkonzept:  Situationsanalyse, Zieldefinition, Planung des Marketingmix&#8217;, Realisierung und Controlling. Alles jetzt nicht so wahnsinnig überraschend. Aber das ist einer der wenigen Mechanismen, die sich tatsächlich immer wiederholen und einen hermeneutischen Kreislauf bilden. Man ist zwar nicht auf suche nach der Wahrheit, aber immerhin. Und so weiß ich jetzt auch, was eine SWOT-Analyse ist (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) und für was die 4 Ps bzw. 7 Ps stehen (product, price, promotion, place + physical facilities, personnel, process). Und ich gehe mit dem Bewusstsein gestärkt hervor, dass alles Marketing ist. Oder deute ich es doch besser um, dass es sich Wirtschaftswissenschaftler nicht nehmen lassen, alles in den Formen und Farben des Marketing sehen und umdeuten können.</p>
<p>Ich muss zugeben, dass mich gerade noch ein anderes Buch in meinem Urteil beeinflusst, dass ich demnächst auch vorstellen werde: <em>Wir nennen es Arbeit</em> von Holm Friebe und Sascha Lobo - aber davon später mehr.</p>
<p>Dieses Buch ist <!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" width="1" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=23314383">in der Reihe Pocket Business als kleinformatiges Taschenbuch für 6,95€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Morenga - Uwe Timm (1978)</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/morenga-uwe-timm-1978/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 08:31:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Sänger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Lesen hat auch immer etwas mit Bildung zu tun und auch &#8220;bildende&#8221; fiktionale Romane können herausfordern und gleichzeitig aber auch Spass machen.
Ich habe Timms Morenga im Rahmen des Studiums gelesen und ich bin mir sicher, dass ich es wahrscheinlich nie in einem anderen Kontext gelesen hätte, was schade ist, da das Buch für den interessierten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/08/08213/08213418z.jpg" style="float: right" width="120" />Lesen hat auch immer etwas mit Bildung zu tun und auch &#8220;bildende&#8221; fiktionale Romane können herausfordern und gleichzeitig aber auch Spass machen.<br />
Ich habe Timms Morenga im Rahmen des Studiums gelesen und ich bin mir sicher, dass ich es wahrscheinlich nie in einem anderen Kontext gelesen hätte, was schade ist, da das Buch für den interessierten Leser wirklich lesenswert ist.</p>
<p>Aber erst einmal zurück:<br />
Frühjahr 1904, den jungen Veterinär Gottschalk zieht es wie so viele seiner Zeitgenossen in die Ferne. Warum nicht Südwestafrika? Schließlich ist das &#8220;Terra Nova&#8221; und Deutschlands kleines Stück vom Kuchen des Kolonialismus.<br />
In Südwest angekommen sieht sich Gottschalk einerseits mit dem brutal-imperialistischen Gestus sowie dem Rassismus der deutschen Schutztruppler konfrontiert, andererseits zeigt er sich, nicht zuletzt durch den Anstoß seines verkappt anarchistischen Kollegen Wenstrup, angezogen von der fremdartig-faszinierenden Kultur der dort lebenden Nama und Dama-Stämme (früher Hottentotten genannt).<br />
Immer tiefergreifender gehen seine Gedanken und seine Zweifel zum Vorgehen der Deutschen. Was läuft bloß schief in Südwest?</p>
<p>Es handelt sich also um einen historischen Roman über eine Vergangenheit  Deutschlands, die leider viel zu oft im Schatten des Nationalsozialismus verschwindet: deutscher Kolonialismus in Afrika und dem wahrscheinlich erstem Völkermord des deutschen Reiches.</p>
<p>Nicht zuletzt die postmoderne Struktur des Romans trägt zu seinem Gelingen bei. Textsorten werden bunt gemischt und in Montagetechnik nebeneinandergestellt. Fantastischer Realismus vermischt sich mit scheinbar historischen Fakten, authentischen Dokumenten und wissenschaftlichen Abhandlungen. Handlungsstränge und Erzählebenen kommen auf und verschwinden wieder, stehen autonom nebeneinander und sind doch verbunden. Timm muss eine wahnsinnige Recherche betrieben haben, um all die Informationen zusammenzutragen.</p>
<p>Die Erzählposition ist und bleibt aber deutsch. Timm selbst sagte später: &#8220;Einfühlungsästhetik wäre selbst ein kolonialer Akt.&#8221;<br />
Aus neokolonialistischer Sicht war diese Beschränkung das beste, was Timm hätte machen können, narratologisch hat er sich nicht auf dünnes Eis begeben.</p>
<p>Natürlich muss &#8220;Morenga&#8221; auch kontextuell gelesen werden. Dass Timm 68er ist, stellt kein Geheimnis dar. Nichtdestotrotz finde ich das Buch keinesfalls ideologisch.</p>
<p>Insgesamt ein meisterliches Werk, welches nicht nur wegen der erzählerischen Brillianz der wissenschaftlichen Beschäftigung wirklich wert ist.<br />
Durch die Montage der Kapitel bietet das Buch viel Stoff zum Nachdenken, nicht nur für Geschichtsinteressierte. Auch wenn die Spannung vielleicht etwas zu kurz kommt (machte mir gar nichts aus, es ist schließlich kein Kriminalroman), die feinsinnig und einfühlsamen Episoden, die lebendigen Figuren, die leichte Ironie, die narratologischen Kniffe und der von Zeit zu Zeit aufblitzende Humor machen &#8220;Morenga&#8221; zu einem Roman der Höhenkammliteratur.</p>
<p>Dieses Buch ist<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" align="bottom" border="0" width="1" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=08213418">als dtv-Taschenbuch für 10,90€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Kathedrale der Erinnerung - Jack Dann (1995)</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/die-kathedrale-der-erinnerung-jack-dann-1995/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Nov 2008 13:50:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Neueste Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann mich an kein Buch erinnern, dass ich in meiner Jugendzeit gelesen hab, welches mehr Seiten hat als dieses. Jetzt muss man dazu sagen, dass ich ein absoluter Lesemuffel war und ehrlich gesagt auch immer noch bin. (Wie das bei einem graduierten Germanisten geht, verrate ich ich nicht.) Wieso habe ich mich durch diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/12/12209/12209946z.jpg" style="float: right" width="120" />Ich kann mich an kein Buch erinnern, dass ich in meiner Jugendzeit gelesen hab, welches mehr Seiten hat als dieses. Jetzt muss man dazu sagen, dass ich ein absoluter Lesemuffel war und ehrlich gesagt auch immer noch bin. (Wie das bei einem graduierten Germanisten geht, verrate ich ich nicht.) Wieso habe ich mich durch diese über 700 Seiten eben nicht durchgequält, sondern sie wirklich gelesen?</p>
<p>Das Buch beschreibt die faszinierende Biographie des Leonardo da Vinci, dem als Querdenker und Wissensbegieriger das Florenz der Medici viel zu eng ist. Er ist getrieben von Neugier und seiner Liebe zur schönen Ginerva, doch eine tragische Wendung führt ihn bis an den Rand der bekannten Welt und darüber hinaus. Seine Erinnerungen sind ein multikultureller Erfahrungsschatz aus dem noch Jahrhunderte später im rückständigen Europa Zukunft geschöpft werden sollte.</p>
<p>Das ganze funktioniert dann im Aufbau tatsächlich so ein bisschen wie Dan Brown - nur halt ohne große, böse Verschwörung. Stattdessen eben mit der Phantasie eine der faszinierensten Vitas der modernen europäischen Geschichtsschreibung weiterzudenken. Wer dieses Buch gelesen hat, braucht keinen Medicus und ähnliche Romane. Jack Dann hat den historisierenden Roman für mich mit diesem Werk festgesteckt. An ihm führt im meinem Bewertungssystem historischer Romane kein Weg vorbei, und das, obwohl es nur pseudo-historisch ist.</p>
<p>Dieses Buch ist<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" align="bottom" border="0" width="1" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=12209946">bei Bastei-Lübbe broschiert für 6,00€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erhältlich.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Auferstehung der Toten - Wolf Haas (1996)</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/auferstehung-der-toten-wolf-haas-1996/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 14:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

		<category><![CDATA[Pop-Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sprachwissenschaftler Wolf Haas schreibt einen Krimi - sein erstes Stück Belletristik. Er will es besser machen und kommt aus der theoretischen Perspektive. Will moderne oral literature schreiben. Eigentlich beste Voraussetzungen, um genau dieses Buch nicht zu schreiben.
Auferstehung der Toten ist ein österreichischer Krimi, sein Detektiv ein katastrophal schlecht gelaunter Ex-Polizist (einen Grantler würden die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/08/08637/08637415z.jpg" style="float: right" width="120" />Der Sprachwissenschaftler Wolf Haas schreibt einen Krimi - sein erstes Stück Belletristik. Er will es besser machen und kommt aus der theoretischen Perspektive. Will moderne oral literature schreiben. Eigentlich beste Voraussetzungen, um genau dieses Buch nicht zu schreiben.</p>
<p><em>Auferstehung der Toten</em> ist ein österreichischer Krimi, sein Detektiv ein katastrophal schlecht gelaunter Ex-Polizist (einen Grantler würden die Österreicher ihn nennen), der Erzähler des ganzen kaum der österreichischen Sprache mächtig, ringt er oft nahezu nach Worten. Und doch kommt der Roman in einer Leichtigkeit daher &#8230; sagen wir, die Ösis können es dem Detektiv Brenner gar nicht übel nehmen wie er immer (also auch in den vier folgenden Romanen) eines ihrer Mythen nach den anderen auseinandernimmt.</p>
<p>In diesem Fall ist der Ort des Geschehens Zell am See, einidyllisches Skiörtchen in dem leider zwei stinkreiche amerikanische Touristen umgekommen sind. Seit Monaten ist der Fall ungeklärtabgeschlossen und Brenner eigentlich nur noch da, weil die Versicherung der Toten pro forma einen Mann vor Ort haben wollen. Niemand erhofft oder erwartet eine Lösungh des Falles und doch löst ihn Brenner so ganz nebebei, nachdem sich monatelang überhaupt nichts ergeben hatte und er ihn eigentlich auch gar nicht so dringend lösen wollte.</p>
<p>Eine grandiose Szene jagt die nächste. <span class="fliesstext">In einer wird Brenner vom örtlichen Taxifahrer zur Verzweiflung gebracht, denn der hat sein Taxi noch nie über 70 km/h beschleunigt. In einer anderen wird erklärt, wie es der örtliche Feuerwehrkommandant trotz eines groben Fehlers bei einem Einsatz schaffen könnte, dennoch wiedergewählt zu werden.</span></p>
<p>Die Besonderheit ist sicherlich die Erzählweise. Man wird sie vermutlich lieben oder hassen - für mich macht sie alleine das Buch zur Pop-Literatur. Kühn setzt der Erzähler immer wieder die Zeit außer Gefecht, indem er zwar chronologisch Situation für Situation beschreibt (in dieser unnachahmlichen Sprachlosigkeit), aber doch hin und her springt und balanciert, so dass sieder Leser immer erst am Ende einer Situation ein ganzes Bild machen kann. Oder eben auch nicht. Und dabei macht es einen Heidenspaß immer wieder von teils verquerem, teils trivalem an der Nase herum geführt zu werden. Das kann man dem naiven Erzähler einfach nicht übel nehmen. Ganz große Kunst.</p>
<blockquote><p>Weil zu was haben wir eine Grammatik.</p></blockquote>
<p>Und immer mit dabei der Germanist. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die deutsche Grammatik die Lösung für den Fall darstellt. Neugierig?</p>
<p>Dieses Buch ist<!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" width="1" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=08637415">bei Rowohlt als Taschenbuch für 7,95€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		<title>Wanderer, kommst du nach Spa&#8230; - Heinrich Böll (1950)</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jul 2008 13:57:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich mir gestern die Comic-Verfilmung 300 von Frank Miller (u.a. auch Sin City) auf DVD angeschaut habe, hatte ich spontan Lust auch noch einmal die in anagrammatischer Weise eng verbunden Erzählung Wanderer, kommst du nach Spa&#8230; von Heinrich Böll in die Hand zu nehmen. Dies ist nun wirklich ein Klassiker der deutschen Trümmerliteratur. Vielleicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/00/00143/00143703z.jpg" style="float: right" width="120" />Als ich mir gestern die Comic-Verfilmung <em>300 </em>von Frank Miller (u.a. auch <em>Sin City</em>) auf DVD angeschaut habe, hatte ich spontan Lust auch noch einmal die in anagrammatischer Weise eng verbunden Erzählung <em>Wanderer, kommst du nach Spa&#8230;</em> von Heinrich Böll in die Hand zu nehmen. Dies ist nun wirklich ein Klassiker der deutschen Trümmerliteratur. Vielleicht zusammen mit Wolfgang Borcherts Hörspiel-Drama <em>Draußen vor der Tür</em>.</p>
<p>In meiner Ausgabe mit Heinrich Bölls frühen Kurzgeschichten hat die Erzählung keine 10 Seiten und ist mir doch sehr gut in Erinnerung geblieben. Der Titel zitiert fragmentarisch ein Distichon von Simonides von Keos (hier in Schillers berühmter Übersetzung), das soll auf dem Gedenkstein für die Spartaner, die sich 480 v. Chr. bei der Verteidigung der Thermopylen gegen die Perser bis auf den letzten Mann aufopferten, gestanden haben:</p>
<blockquote><p>Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest<br />
uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.</p></blockquote>
<p>Und das war eben mein Bezug auf den Film 300, der die gleiche Schlacht illustriert. Schlacht ist dabei das Stichwort, denn so kriegerisch wie der Film und das Distichon, so wurde es auch vor dem Krieg an deutschen Schulen gelehrt, um die Jugend anzustacheln. Und Böll beschreibt in Ich-Erzählung (Innerem Monolog) wie ein verwundeter Soldat in eine Schule, die nun Lazarett ist, gebracht wird.</p>
<p>Und während im so viele Dinge bekannt vorkommen in diesem Lazarett wird ihm langsam und langsam bewusst, dass er sich in genau der Schule in seinem kleinem Heimatort befindet, die er selbst vor wenigen Monaten verlassen hat, um in den Krieg zu ziehen. Das verwischte, kriegsverherrlichende Zitat Schillers (&#8221;Spa&#8230;&#8221; ironisch abgeschnitten, denn Spa ist eine Stadt in Belgien, das ja von den deutschen überfallen wurde) gibt ihm dabei letzte Gewissheit, denn er befindet sich im Zeichensaal und dort wurde eben dieses Zitat für Schreibübungen ausgewählt.</p>
<p>Und der Leser wartet und wartet auf die Diagnose, um dann festzustellen, dass der junge Mann keine Arme mehr und nur noch ein Bein hat. Und der Feuerwehrmann, der ihn bis zum Eintreffen des Arztes betreut hat, ist der alte Hausmeister seiner Schule, bei dem man in den großen Pausen seine Milch getrunken hat. Und der Kindersoldat bricht die Erzählung ab:</p>
<blockquote><p>„Milch“, sagte ich leise&#8230;</p></blockquote>
<p>Kaum in den Krieg hinausgezogen, schon liegt er wieder in seinem Heimatort, den Stätten seiner Kindheit, und ist darüberhinaus in den Zustand eines Säuglings versetzt, nicht fähig sich zu bewegen, um Milch flehend. Viel eindrucksvoller kann auf 8 Seiten keine Anti-Kriegs-Erzählung sein.</p>
<p>Dieses Buch ist mit weiteren Kurzgeschichten Heinrich Bölls <!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" width="1" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=00143703">als Taschenbuch für 9,00€ bei dtv</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		<title>Boomerangs Flug - Sabine Arnold (2007)</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/boomerangs-flug-sabine-arnold-2007/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 15:18:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Schuster</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Neueste Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz selten kommt es vor, dass mir ganz junge Autoren schreiben und mich darum bitten, ihr Buch zu lesen und an dieser Stelle zu rezensieren. Ehrlich gesagt fühle ich mich schon ein wenig geschmeichelt und mittlerweile auch ein wenig beschämt, weil ich bisher noch nicht dazu gekommen bin, tatsächlich einer solchen Bitte nachzukommen, gleichwohl ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/22/22766/22766143z.jpg" style="float: right" width="120" />Ganz selten kommt es vor, dass mir ganz junge Autoren schreiben und mich darum bitten, ihr Buch zu lesen und an dieser Stelle zu rezensieren. Ehrlich gesagt fühle ich mich schon ein wenig geschmeichelt und mittlerweile auch ein wenig beschämt, weil ich bisher noch nicht dazu gekommen bin, tatsächlich einer solchen Bitte nachzukommen, gleichwohl ich alle Bücher, die mir zugesandt wurden auch gelesen habe. Versprochen!</p>
<p>So gesehen ist es eine doppelte Ehre, die Sabine Arnold gebührt. Sie lebt in Nord-Australien, in Cairns, und hat ein Buch geschrieben, das als Book-On-Demand veröffentlicht wurde. Book-On-Demand ist ein Produktions- und Distrubitionsverfahren für Bücher jenseits großer Verlage. Das Prinzip ist einfach: wird ein Buch gekauft - meist online - dann wird ein Buch produziert. Oft ohne Lektor, was auch die Qualität der Bücher leider etwas leiden lässt, genauso wie der Umstand, dass kein Verlag für die produzierten Bücher überhaupt auf ein Mindestmaß an Qualität überprüft.</p>
<p>Nun, ich habe - nicht ganz vorurteilsfrei - mich an die Lektüre dieses Thrillers begeben und muss sagen, das Buch ist spannend, hitzig, stimmig. Ein schöner, spannungsgeladener und auch in der Erzählstruktur nicht  unkomplexer Erstlingsroman. Eine kleine deutsch-australische Familie lebt harmonisch in Cairns - und ja, man wird zunächst den Verdacht der Autobiografie nicht los, denn die Ich-Erzählerin ist eine Frau im Alter der Autorin. Doch sie wird eingeholt von einem dunklen Teil ihrer Vergangenheit.</p>
<blockquote><p>Durch den Rückspiegel sah er ihren Wagen in die Sackgasse einbiegen. Der Fremde drückte sich tiefer in den Sitz. Gleichzeitig ärgerte er sich über diesen Reflex. Sie konnte ihn nicht sehen. Der alte Mietwagen stand im Halbschatten der großen Bäume dicht am Straßenrand. Mehr als zwanzig Meter trennten das Auto von ihrem Haus. Trotzdem fühlte er den Adrenalinschub. Es glich jenem Gefühl, das er als kleiner Junge hatte, wenn er Gefahr lief, bei etwas Verbotenem erwischt zu werden<br />
Er hatte lange auf sie warten müssen.<br />
Und er war extrem uninformiert über den Grund ihrer Abwesenheit.<br />
Dieses Mal noch.<br />
Er würde sich bessern.</p></blockquote>
<p>Der Plot mit ein bisschen Klischee, aber nicht zuviel. Gerade die vermutete autobiografischen Elemente erweiterten zumindest mir beim Lesen die kathartische Dimension. Und am Ende wird es sogar nochmal ziemlich gewalttätig, so sehr wie man es von diesem schlicht daher kommenden Büchelchen gar nicht erwartet hätte. Also eine absolute Leseempfehlung für den Sommerurlaub von mir.</p>
<p>Ach ja, noch ein Wort zum Material. Wie gesagt: mein erstes Book-On-Demand-Buch. Ich habe nicht wesentlich mehr Rechtschreibfehler gefunden als in anderen neueren Erscheinungen. Ich denke Sabine Arnold hat bei <em>Boomerangs Flug</em> auch Lektorenunterstützung gehabt. Spätestens nachdem sie den BOD-Preis 2007 gewonnen hat. Die Kartonage wirkte auch mich instabiler als bei konventionellen Buchproduktionen. Dies sei aber nur am Rande angemerkt und soll niemanden vom Buchkauf abhalten.</p>
<p>Liebe Grüße nach Cairns!</p>
<p>Dieses Buch ist <!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" width="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=22766143">als Book-On-Demand kartoniert als Taschenbuch für 11,90€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erschienen.</p>
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		<title>The last Lecture - Die Lehren meines Lebens - Randy Pausch (2008)</title>
		<link>http://www.schoenerlesen.de/the-last-lecture-die-lehren-meines-lebens-randy-pausch-2008/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 14:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian Sänger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach all den fiktionalen Werken, die Jan so vorstellt, habe ich mir ein nicht-fiktionales Buch herausgesucht, das mich in letzter Zeit doch sehr bewegt hat. Es handelt sich um Randy Pauschs Last Lecture, welches er mithilfe des Autors Jeffrey Zaslow veröffentlicht hat.
Eine Last Lecture ist in angelsächsischer Tradition eine Abschiedsvorlesung eines emeritierten Professors. Geredet wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://bilder.buecher.de/produkte/23/23567/23567126z.jpg" style="float: right" width="120" />Nach all den fiktionalen Werken, die Jan so vorstellt, habe ich mir ein nicht-fiktionales Buch herausgesucht, das mich in letzter Zeit doch sehr bewegt hat. Es handelt sich um Randy Pauschs <em>Last Lecture</em>, welches er mithilfe des Autors Jeffrey Zaslow veröffentlicht hat.</p>
<p>Eine <em>Last Lecture</em> ist in angelsächsischer Tradition eine Abschiedsvorlesung eines emeritierten Professors. Geredet wird über das, was der Dozent für wichtig erachtet und als Lebensweisheit oder als Vermächtnis der Nachwelt überlassen würde. So als wäre es die letzte Vorlesung ihres Lebens. Bei den meisten Last Lectures ist das metaphorisch gemeint. Die meisten Dozenten kehren doch hin und wieder zum Rednerpult zurück. Randy Pausch nicht. Er hat metastasierenden Bauchspeicheldrüsenkrebs und im September 2007, dem Monat der Vorlesung noch ca. 3-5 Monate zu leben.</p>
<p>Das Buch handelt diese Vorlesung ab, ohne sie zu wiederholen. Der Autor Zaslow, mit dem Pausch bei stundenlangen Radtouren über Headset telefonierte, beschreibt Pauschs Lebensweisheiten in bitter-schönen kurzen Episoden. Dieses Buch verändert deine Sicht auf die Dinge. Randy Pausch hat eine klare Sicht auf das Leben. Er wird schließlich bald tot sein. Doch ohne in Jammern oder Klagen zu verfallen, arrangiert er sich mit seinem Schicksal und setzt sich letzte Ziele: Randy Pausch hat drei Kinder. Er fragt sich also: Was will ich meinen Kindern, ja was der ganzen Menschheit von mir vermitteln? Und was könnten wir vom Menschen Randy Pausch lernen? Ich glaube, es ist eine ganze Menge.</p>
<p>Dieses Buch ist voll von Lebensweisheiten und wie der Germanist sagen würde &#8220;Aphorismen&#8221;, also kurzen Sinnsprüchen und Anekdoten mit wahrheitlich-epistemischen Charakter. Für mich gehört es zu den Büchern, die man beruhigt alle Jahre mal wieder zur Hand nehmen wird. Man lernt schließlich nie aus.</p>
<p>PS: Randy Pausch lebt nun schon seit 3 Monaten über dem ärztlich-prognostiziertem Limit. Im Juni 2008 streuten die Metastasen auch in seine Lunge und Bauchraum.</p>
<p>Wenn die Lecture an sich interessiert: Man findet sie leicht bei Youtube und Konsorten. Seit der Aufnahme haben sich 7 Mio. Menschen die Vorlesung angeschaut. Das Buch ist seit April 2008 auch auf Deutsch<!-- BEGINN des zanox-affiliate HTML-Code --><!-- ( Der HTML-Code darf im Sinne der einwandfreien Funktionalität nicht verändert werden! ) --><img src="http://ad.zanox.com/ppv/?6640810C552374399" align="bottom" border="0" height="1" hspace="1" width="1" /><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?6640810C552374399T&amp;ULP=23567126">beim C. Bertelsmann Verlag für 16,95€</a><!-- ENDE des zanox-affiliate HTML-Code --> erhältlich.</p>
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